Stockholm 1912

Die Olympische Familie

Im Laufe der jungen IOC-Geschichte gab es schon eine große Fluktuation der Mitglieder, knapp die Hälfte der Einberufenen hatte die Familie schon wieder den Rücken gekehrt, einer jedoch bisher mehr oder minder unfreiwillig. Der Argentinier Manuel Quintana jr habe sich nicht für die Olympische Bewegung eingesetzt, sondern nur für sich selbst geworden, so der Brite Sir Howard Vincent (IOC-Mitglied 1901 bis 1907), sein Benehmen bei den Spielen in London sei nicht olympisch gewesen, so dass er 1910 wegen Verstoßes gegen die Regeln der Bewegung aus dem Internationalen Olympischen Komitee ausgeschlossen wurde.
Doch es rückten auch immer wieder starke Persönlichkeiten nach, die sich sehr um das Wohl der Olympischen Familie und der Struktur des IOC verdient gemacht haben. Unter anderen sei da der Schwede Graf Clarence von Rosen zu nennen, der für klare Verhältnisse vor allem innerhalb des Reitsports sorgte und 1921 den Reiterweltverband FEI (Federation Equestre Internationale) gründete. Oder auch Henri Graf de Baillet-Latour, der Nachfolger Coubertins wurde.
Die Amateurfrage wurde zwar aufgegriffen, jedoch nicht geklärt, abgesehen davon, dass Coubertin kein Interesse an dieser Thematik hegte.