London 1908

Olympischer Symbolismus

Einer der wichtigsten Punkte, der zwar nicht zu den bekannten "Symbolen" der Olympische Spiele gehört, jedoch unmittelbar mit denselben verbunden ist, ist die Frage nach dem Amateurstatus. Anders als 1900, an dem sich auch das Programm der Spiele orientierte (jedoch Golf, Flugsport und Automobilsport entfielen), waren nur Amateure zugelassen. Ob ein Athlet solcher war oder doch Professional musste dessen Verband dieses zusichern, ansonsten hatte das IOC selbst dies zu bestimmen. Ein schon eher geläufigeres Mittel, die Stärke und Erfolge einer Nation zu bewerten, hat seinen Ursprung 1908. Graf d’Usseuax stiftete den Pallas-Athene-Pokal für die erfolgreichste Mannschaft der Spiele, den freilich die Briten gewannen. Damit war die oft umstrittene Nationenwertung oder auch heute als Medaillenspiegel bekannt, gefunden. Weiterhin wehten über den Rängen die Flaggen der teilnehmenden Nationen, eine Sitte, die sich bis heute gehalten hat. Doch sowohl die Schweden als auch die Briten selbst vermissten ihre eigenen Fahnen, die Iren mussten unter der Flagge Großbritanniens starten, Finnen bekamen keine Flagge aufgrund ihrer staatlichen Zugehörigkeit zu Russland... und die meisten Athleten verstanden die Regeln nicht und die Wettkampfleiter waren alles Briten. Somit gab es noch einige Dinge, die es im Laufe der Zeit zu ändern galt.